Über gesicherte Bereiche - Security Center 5.11

Security Center – Administratorhandbuch 5.11

Applies to
Security Center 5.11
Last updated
2022-11-18
Content type
Handbücher > Administrator-Handbücher
Language
Deutsch (Deutschland)
Product
Security Center
Version
5.11

Ein geschützter Bereich ist eine Bereichsentität, die für einen zutrittskontrollierten, realen Ort steht. Ein geschützter Bereich besteht aus Türen an den Außengrenzen (für das Betreten und Verlassen des Bereichs) und Zutrittsbeschränkungen (die den Zutritt zu diesem Bereich regeln).

Wenn eine Bedrohung vorliegt, kann der Zutritt zu gesicherten Bereichen eingeschränkt werden, um die Gefahr draußen zu halten, oder weniger restriktiv gehandhabt werden, damit gefährdete Personen fliehen können. Dies geschieht durch das Aktivieren von Bedrohungsstufen.

Für einen gesicherten Bereich können Sie folgende Zutrittsbeschränkungen konfigurieren:
  • Zutrittsregeln
  • Anti-Passback
  • Verriegelung
  • Regel für den Zutritt der ersten Person
  • Regel zur Besucherbegleitung

Zutrittsrechte

Die grundlegenden Zutrittsbeschränkungen für einen Bereich werden definiert, indem man spezifischen Karteninhabern den Zutritt gewährt (also festlegt, wer diesen Bereich wann betreten darf). Wenn nichts konfiguriert ist, darf niemand den Bereich betreten oder verlassen. Zutrittsberechtigungen werden über Zutrittsregeln gewährt (empfohlene Vorgehensweise), wenn dies mit Beschränkungen durch einen Zeitplan verbunden ist, oder Karteninhabern direkt, wenn es keine Beschränkungen durch einen Zeitplan gibt. Zutrittsberechtigungen können für den gesamten Bereich oder individuell für einzelne Zutrittspunkte des Bereichs gewährt werden.

Anti-Passback

Ein Anti-Passback ist eine Zutrittseinschränkung zu einem gesicherten Bereich, die einen Karteninhaber daran hindert, einen Bereich zu betreten, den er noch nicht verlassen hat, und umgekehrt.Wenn der Zutritt wegen eines Antipassback-Verstoßes verweigert wird, muss dieser Verstoß erst in Security Desk für den Karteninhaber „entschuldigt“ werden, um die Tür zu entriegeln. Das Antipassback-Ereignis kann auch automatisch nach einer Zeitspanne entschuldigt werden, die mit einem Zeitüberschreitungswert konfiguriert wird.
BEMERKUNG: HID-Einheiten unterstützen Antipassback oder Schleusenbetrieb, aber nicht beides zur gleichen Zeit.

Schleusenfunktion

Eine Verriegelung ist eine Zugangseinschränkung zu einem gesicherten Bereich. Sie bewirkt, dass immer nur eine von mehreren aufeinanderfolgenden Perimetertüren zu einem bestimmten Zeitpunkt geöffnet sein darf. Dieser Modus wird meist bei Durchgängen mit mindestens zwei Türen verwendet. Der Karteninhaber entriegelt die erste Tür und betritt den Durchgang. Er kann aber die zweite Tür erst entriegeln, wenn sich die erste Tür geschlossen hat.

Damit die Sperrlogik funktioniert, müssen die Türsensoren erkennen können, wann die Tür geöffnet ist.
BEMERKUNG: HID-Einheiten unterstützen Antipassback oder Schleusenbetrieb, aber nicht beides zur gleichen Zeit.

Regel für den Zutritt der ersten Person

Die Regel für den Zutritt der ersten Person ist eine zusätzliche Zutrittsbeschränkung für einen gesicherten Bereich. Sie erlaubt den Zutritt einer Person erst dann, wenn bereits ein Aufsichtskarteninhaber den Zugangspunkt passiert hat. Die Beschränkung kann Geltung erhalten, wenn es freien Zugang gibt (bei Entriegelungszeitplänen für Türen) und wenn der Zutritt kontrolliert wird (bei Zutrittsregeln).
  • Wenn diese Regel auf Entriegelungszeitpläne Anwendung findet, bleiben die Türen verriegelt, bis ein Aufsichtsführender den Bereich betritt. Karteninhaber mit Zutrittsberechtigung können diesen Bereich weiterhin betreten. Wurde ein Entriegelungszeitplan aktiviert, bleibt er solange wirksam, bis das Ende des im Zeitplan definierten Zeitraums erreicht ist.
  • Bei Anwendung auf Zutrittsregeln kann niemand den Bereich betreten, selbst wenn er über einen gültigen Berechtigungsträger verfügt, ehe ein Aufsichtsführender den Bereich betritt. Ein Zeitplan definiert, wann die Regel für den Zutritt der ersten Person gilt. Sie können Karteninhaber so konfigurieren, dass sie von dieser Beschränkung befreit sind. Ein befreiter Karteninhaber erhält Zutritt zu dem Bereich, ohne dass ein Aufsichtsführender vor Ort ist, kann diese Beschränkung für andere Karteninhaber jedoch nicht aufheben.
    BEMERKUNG: Der Zeitplan für die Regel für den Zutritt der ersten Person muss voneinander getrennte Zeitintervalle definieren, damit die Beschränkung zurückgesetzt werden kann. Der Zeitplan Immer kann nicht verwendet werden.
  • Um die Beschränkung durch die Erste-Person-ein-Regel aufzuheben, muss der Supervisor innerhalb des durch den im Entsperrungszeitplan oder Zeitplan der Erste-Person-ein-Regel festgelegten Zeitraums eintreffen (oder einige Minuten früher, wie mit dem Parameter Zeitversatz vor Ort definiert). Nach Aufhebung der Beschränkung tritt die normale Zutrittsregelung (ungehinderter oder kontrollierter Zutritt) wieder in Kraft und bleibt es bis zum Ende des aktuellen Zeitraums, der im Zeitplan festgelegt ist.

    Wenn der Entsperrungszeitplan oder der Zeitplan der Erste-Person-ein-Regel mehrere Zeiträume umfasst, muss der Supervisor zum Beginn jedes dieser Zeiträume den Bereich erneut betreten, um die Beschränkung aufzuheben.

BEMERKUNG: Die Regel für den Zutritt der ersten Person funktioniert nur in Bereichen, die von einer einzigen Synergis™ Einheit kontrolliert werden. HID Einheiten unterstützen diese Funktion nicht. Die Regel für den Zutritt der ersten Person funktioniert am besten, wenn die Türen mit Eintrittsensoren oder Türsensoren ausgerüstet sind. Eine Synergis™ Einheit kann zwischen Kein Eintritt, Eintritt angenommen und Eintritt erkannt differenzieren. Wenn für eine Tür kein Sensor konfiguriert ist, geht das System bei einem gewährten Zutritt davon aus, dass ein Eintritt erfolgt.

Regel zur Besucherbegleitung

Die Regel zur Besucherbegleitung ist eine zusätzliche Zutrittsbeschränkung für einen gesicherten Bereich. Sie verlangt, dass Besucher während ihres Aufenthalts von einem Karteninhaber begleitet werden. Besucher erhalten ohne Begleitperson keinen Zutritt an Zutrittspunkten, sofern sie nicht mit dem als Begleitperson agierenden Karteninhaber ihre Berechtigung in definiertem zeitlichen Abstand vorlegen. Der Gastgeber muss seinen Berechtigungsträger nach den Besuchern vorlegen, damit beiden der Zutritt gewährt wird. Werden mehrere Besucher von einer Person begleitet, muss die Begleitung ihren Berechtigungsnachweis nur einmal vorlegen, nachdem alle Besucher ihren Berechtigungsnachweis präsentiert haben.

Die Besucherbegleitung für Drehkreuze im Modus Delegierung erfordert, dass der Gastgeber seinen Berechtigungsnachweis vor den Besuchern vorzeigt und eintritt. Bei Zwei-Gastgeber-Zuweisungen muss der begleitende Gastgeber am Ende seinen Berechtigungsträger vorweisen und nach den Besuchern den Bereich betreten. Dieser Modus erfordert Synergis™ Softwire 10.7 oder höher mit stummen Schnittstellen.

Im Gegensatz dazu erfordert die Besucherbegleitung für Drehkreuze im Modus Durchsetzung der Einzelpassage, dass der Gastgeber seinen Berechtigungsnachweis nach dem Ausweisen und Eintreten jedes Besuchers vorzeigt. Der Gastgeber muss sich ausweisen und als Letzter eintreten. Dieser Modus wird von stummen Schnittstellen und Mercury-Controllern unterstützt. Weitere Informationen zu diesem Modus finden Sie im .Weitere Informationen zu diesem Modus finden Sie im Technischen Hinweis zur Durchsetzung der Einzelpassage in Synergis™ Softwire.
BEMERKUNG: HID-Controller unterstützen die Besucherbegleitungsregel nicht.