Über gesicherte Bereiche - Security Center 5.9

Security Center – Administratorhandbuch 5.9

Applies to
Security Center 5.9
Last updated
2020-05-19
Content type
Handbücher
Handbücher > Administrator-Handbücher
Language
Deutsch (Deutschland)
Product line
Security Center unified platform > Security Center
Version
5.9

Ein geschützter Bereich ist eine Bereichsentität, die für einen zutrittskontrollierten, realen Ort steht. Ein geschützter Bereich besteht aus Türen an den Außengrenzen (für das Betreten und Verlassen des Bereichs) und Zutrittsbeschränkungen (die den Zutritt zu diesem Bereich regeln).

Wenn eine Gefahr vorliegt, kann der Zutritt zu gesicherten Bereichen eingeschränkt (um die Gefahr draußen zu halten) oder weniger restriktiv gehandhabt werden (damit gefährdete Personen fliehen können). Dies geschieht durch das Ausrufen von Bedrohungsstufen.

Für einen gesicherten Bereich können Sie folgende Zutrittsbeschränkungen konfigurieren:
  • Zutrittsregeln
  • Anti-Passback
  • Schleusenfunktion
  • Regel für den Zutritt der ersten Person
  • Besucherescortregel

Zutrittsrechte

Die grundlegenden Zutrittsbeschränkungen für einen Bereich werden definiert, indem spezifischen Karteninhabern der Zutritt gewährt wird (durch Festlegen, wer diesen Bereich wann betreten darf). Wenn nichts konfiguriert ist, darf niemand den Bereich betreten oder verlassen. Zutrittsrechte werden über Zutrittsregeln gewährt (empfohlene Vorgehensweise), wenn dies mit Beschränkungen durch einen Zeitplan verbunden ist, oder sie werden Karteninhabern direkt gewährt, wenn es keine Beschränkungen durch einen Zeitplan gibt. Zutrittsrechte können für den gesamten Bereich oder individuell für einzelne Zutrittspunkte des Bereichs gewährt werden.

Anti-Passback

Ein Anti-Passback ist eine Zutrittseinschränkung zu einem gesicherten Bereich, die einen Karteninhaber daran hindert, einen Bereich zu betreten, den er noch nicht verlassen hat, und umgekehrt.Wenn der Zutritt wegen eines Antipassback-Verstoßes verweigert wird, muss dieser Verstoß erst in Security Desk für den Karteninhaber „entschuldigt“ werden, um die Tür zu entriegeln. Das Antipassback-Ereignis kann auch automatisch nach einer Zeitspanne entschuldigt werden, die mit einem Zeitüberschreitungswert konfiguriert wird.
BEMERKUNG: HID-Einheiten unterstützen Antipassback oder Schleusenbetrieb, aber nicht beides zur gleichen Zeit.

Schleusenfunktion

Eine Sperrung ist eine Zutrittseinschränkung zu einem gesicherten Bereich. Sie bewirkt, dass immer nur eine von mehreren aufeinanderfolgenden Türen zu einem bestimmten Zeitpunkt geöffnet sein darf. Dieser Modus wird meist bei Durchgängen mit mindestens zwei Türen verwendet. Der Karteninhaber entriegelt die erste Tür und betritt den Durchgang. Er kann aber die zweite Tür erst entriegeln, wenn sich die erste Tür geschlossen hat.

Damit die Sperrlogik funktioniert, müssen die Türsensoren erkennen können, wann die Tür geöffnet ist.
BEMERKUNG: HID-Einheiten unterstützen Antipassback oder Schleusenbetrieb, aber nicht beides zur gleichen Zeit.

Regel für den Zutritt der ersten Person

Die Erste-Person-ein-Regel ist eine zusätzliche Zutrittsbeschränkung für einen gesicherten Bereich. Sie erlaubt den Zutritt einer Person erst dann, wenn bereits ein Aufsichtskarteninhaber den Zugangspunkt passiert hat. Die Beschränkung kann Geltung erhalten, wenn es freien Zugang gibt (bei Entriegelungszeitplänen für Türen) und wenn der Zutritt kontrolliert wird (bei Zutrittsregeln).
  • Wenn diese Regel auf Entriegelungszeitpläne Anwendung findet, bleiben die Türen verriegelt, bis ein Aufsichtsführender den Bereich betritt. Karteninhaber mit Zutrittsberechtigung können diesen Bereich weiterhin betreten. Wurde ein Entsperrungszeitplan aktiviert, bleibt er solange wirksam, bis das Ende des im Zeitplan definierten Zeitraums erreicht ist.
  • Bei Anwendung auf Zutrittsregeln kann niemand den Bereich betreten, selbst wenn er über gültige Berechtigungen verfügt, ehe ein Supervisor den Bereich betritt. Ein Zeitplan definiert, wann die Erste-Person-ein-Regel gilt. Sie können Karteninhaber so konfigurieren, dass sie von dieser Beschränkung befreit sind. Ein befreiter Karteninhaber erhält Zutritt zu dem Bereich, ohne dass ein Aufsichtsführender vor Ort ist, kann diese Beschränkung für andere Karteninhaber jedoch nicht aufheben.
    BEMERKUNG: Der Zeitplan für die Regel für den Zutritt der ersten Person muss voneinander getrennte Zeitintervalle definieren, damit die Beschränkung zurückgesetzt werden kann. Der Zeitplan Immer kann nicht verwendet werden.
  • Um die Beschränkung durch die Erste-Person-ein-Regel aufzuheben, muss der Supervisor innerhalb des durch den im Entsperrungszeitplan oder Zeitplan der Erste-Person-ein-Regel festgelegten Zeitraums eintreffen (oder einige Minuten früher, wie mit dem Parameter Zeitversatz vor Ort definiert). Nach Aufhebung der Beschränkung tritt die normale Zutrittsregelung (ungehinderter oder kontrollierter Zutritt) wieder in Kraft und bleibt es bis zum Ende des aktuellen Zeitraums, wie im Zeitplan festgelegt.

    Wenn der Entriegelungszeitplan oder der Zeitplan der Regel für den Zutritt der ersten Person mehrere Zeiträume umfasst, muss der Aufsichtsführende zum Beginn jedes dieser Zeiträume den Bereich erneut betreten, um die Beschränkung aufzuheben.

BEMERKUNG: Die Regel für den Zutritt der ersten Person funktioniert nur in Bereichen, die von einer einzigen Synergis™ Einheit kontrolliert werden. HID Einheiten unterstützen diese Funktion nicht. Die Regel für den Zutritt der ersten Person funktioniert am besten, wenn die Türen mit Eintrittsensoren oder Türsensoren ausgerüstet sind. Eine Synergis™ Einheit kann zwischen Kein Eintritt, Eintritt angenommen und Eintritt erkannt differenzieren. Wenn für eine Tür kein Sensor konfiguriert ist, geht das System bei einem gewährten Zutritt davon aus, dass ein Eintritt erfolgt.

Regel zur Besucherbegleitung

Die Regel zur Besucherbegleitung ist eine zusätzliche Zutrittsbeschränkung für einen gesicherten Bereich. Sie verlangt, dass Besucher während ihres Aufenthalts von einem Karteninhaber begleitet werden. Besucher erhalten ohne Begleitperson keinen Zutritt an Zutrittspunkten, sofern sie nicht mit dem als Begleitperson agierenden Karteninhaber ihre Berechtigung in definiertem zeitlichen Abstand vorlegen. Der Gastgeber muss seinen Berechtigungsträger nach den Besuchern vorlegen, damit beiden der Zutritt gewährt wird. Werden mehrere Besucher von einer Person begleitet, muss die Begleitung ihren Berechtigungsträger nur einmal vorlegen, nachdem alle Besucher ihren Berechtigungsträger präsentiert haben.

Besucherbegleitung für Drehkreuze erfordert, dass der Gastgeber vor dem Gast seinen Berechtigungsnachweis vorweist und eintritt. Bei Zwei-Gastgeber-Zuweisungen muss der begleitende Gastgeber am Ende seinen Berechtigungsträger vorweisen und nach den Besuchern den Bereich betreten.
BEMERKUNG: HID Einheiten unterstützen die Regel zur Besucherbegleitung nicht.