Von HID-Einheiten unterstützte Security Center Funktionen - Security Center 5.9

Security Center – Administratorhandbuch 5.9

Applies to
Security Center 5.9
Last updated
2020-05-19
Content type
Handbücher
Handbücher > Administrator-Handbücher
Language
Deutsch (Deutschland)
Product line
Security Center unified platform > Security Center
Version
5.9

Dieser Abschnitt beschreibt die Standardfunktionen für Security CenterZutrittskontrolle, die von HID unterstützt werden.

Türen ohne Lesegerät

Türen ohne Lesegerät (also Türen, die ein E/A-Modul für ausschließlich REX, Türstatus und Türverriegelung nutzen) werden von der Einheit sowohl im Online- als auch im Offline-Betrieb unterstützt.

Für die Funktionsfähigkeit von Türen ohne Lesegerät ist Folgendes erforderlich:
  • Für diese Funktion dürfen keine Eingänge eines HID VertX V1000 verwendet werden.
  • Alle Eingänge und Ausgänge müssen dem gleichen HID Controller (ein V2000 oder ein Edge) angehören.
BEMERKUNG: Eine Tür ohne Lesegerät unterstützt nicht die Summer-Funktion.

Türsteuerung

Karte und PIN
Der Lesegerätemodus Karte und PIN-Nummer kann verwendet werden, wenn das installierte Lesegerät dies unterstützt.

Damit der Lesegerätemodus Karte und PIN-Nummer funktioniert, müssen alle Lesegeräte-Schnittstellen/-Eingänge/-Ausgänge von der gleichen HID-Einheit (HID Edge, VertX V2000 oder VertX V100 Schnittstellenmodule) gesteuert werden.

Zeitüberschreitung der PIN-Nummer-Eingabe
Wird entsprechend der jeweiligen Türkonfiguration unterstützt.
Erweiterte zugesicherte Zeit
Wird entsprechend der jeweiligen Türkonfiguration unterstützt.
Eintrittszeit (Standard und erweitert)
Wird entsprechend der jeweiligen Türkonfiguration unterstützt.
Erneute Türverriegelung
Die erneute Verriegelung bei geschlossener Tür wird nicht unterstützt. Es wird nur die verzögerte Verriegelung nach dem Öffnen der Tür unterstützt. Die maximale Verzögerung beträgt 27 Minuten.
Ereignis Tür gehalten und Summer
Sowohl das Ereignis Tür zu lange offen als auch der Lesegerät-Summer wird entsprechend der jeweiligen Türkonfiguration unterstützt.
Ereignis Tür erzwungen und Summer
Sowohl das Ereignis Tür gewaltsam geöffnet als auch der Lesegerät-Summer wird entsprechend der jeweiligen Türkonfiguration unterstützt.
Türfreigabe (Request to Exit, REX)
Alle Handlungen für REX-Verhalten werden entsprechend der jeweiligen Türkonfiguration unterstützt.
Parallelschaltung
Parallelschaltung von Lesegeräten wird nicht unterstützt. Nur Eingänge können überbrückt werden.

Personenzählung

Personenzählung wird nur dann unterstützt, wenn alle Einheiten, die für diese Funktion verwendet werden, mit dem gleichen Access Manager verbunden sind. Sobald eine Einheit, die einer der Perimetertüren eines Bereichs zugewiesen ist, offline geht, wird die Funktion für den gesamten Bereich deaktiviert.

Sicherheitsfreigabe

Das Konzept der Sicherheitsfreigabe wird nicht für Bereiche unterstützt, die von HID Einheiten gesteuert werden.

Fahrstuhlsteuerung

Für die Funktionsfähigkeit von Fahrstuhlsteuerung ist Folgendes erforderlich:
  • Alle Interface-Module für die Aufzugsteuerung (HID VertX V100, V200 und V300) müssen dem gleichen VertX V1000 zugewiesen sein. Lesegeräte, Eingänge und Ausgänge müssen dem gleichen V2000 (max. 4 Etagen) oder Edge (max. 2 Etagen) zugewiesen sein.
  • Alle Einheiten, die für diese Funktion verwendet werden, müssen dem gleichen Access Manager zugewiesen sein.
  • Die Leser-Schnittstelle, -Eingänge und -Ausgänge müssen mit dem gleichen HID Controller (VertX V1000, V2000 oder Edge) verbunden sein. Pro HID-Controller (VertX V1000, V2000 oder Edge) kann maximal ein Aufzugskabinenleser zugeordnet werden.
BEMERKUNG: Wenn Sie sowohl Zeiten für kontrollierten Zutritt als auch für freien Zutritt zu Fahrstühlen planen, wenden Sie sich bitte an Ihren Genetec Inc. Vertreter, um eine benutzerdefinierte Firmware für die Einheiten zu erhalten, von denen die Aufzüge gesteuert werden.

Bei der Verwendung von HID VertX Controllern (V1000 und V2000) für die Fahrstuhlsteuerung gelten folgende Einschränkungen:

  • Ein VertX Controller sollte nur für die Steuerung einer Aufzugkabine verwendet werden.
  • Sobald ein VertX Controller der Steuerung des Fahrstuhls zugewiesen wurde, sollte er nur für diesen Zweck verwendet werden. Tür- und Zonensteuerung sollten nicht mit Fahrstuhlsteuerung gemischt werden, auch dann nicht, wenn die Einheit über nicht genutzte Lesegeräte, Eingänge und Ausgänge verfügt.
  • Wenn Aufzugsflure im kontrollierten Zutrittsmodus arbeiten, werden Zeitpläne verschiedener Zutrittsregeln, die auf unterschiedliche Etagen gelten, zusammengeführt, wenn die Rollen demselben Karteninhaber gewährt werden.
    Beispiel: Bob hat über die Zutrittsregel 1 von 09:00 bis 10:00 Zutritt zu Etage 1 und über die Zutrittsregel 2 von 10:00 bis 11:00 Uhr Zutritt zu Etage 2. Wenn Bob seine Karte im Aufzug vorweist, gewährt der VertX Controller ihm de facto den Zutritt zu beiden Etagen im Zeitrum von 09:00 bis 11:00 Uhr.
  • Entriegelungszeitpläne können nicht auf Fahrstühle angewendet werden, die von HID-Einheiten gesteuert werden.

Fahrstuhl-Etagenüberwachung

Etagenüberwachung wird nur dann unterstützt, wenn die Einheit online ist und alle Einheiten, die für diese Funktion verwendet werden, dem gleichen Access Manager zugewiesen sind.

BEMERKUNG: Die Fahrstuhl-Etagenüberwachung wird nicht unterstützt, wenn die Einheit offline ist, da dann keine Ereignisberichterstellung möglich ist. Wenn sich die Einheit wieder mit Security Center verbindet, werden die Ereignisse nicht erneut generiert.

Anti-Passback-Funktion

Die Anti-Passback-Funktion wird im Online- und Offlinemodus der Einheit unterstützt.

Für die Funktionsfähigkeit von Anti-Passback ist Folgendes erforderlich:
  • Verwenden Sie entweder VertX V1000 Controller (verschiedene Bereiche und Türen pro Bereich) oder VertX V2000 Controller (Bereich mit einer einzigen Tür). HID Edge Produkte werden nicht unterstützt.
  • Alle Einheiten, die für Anti-Passback verwendet werden, müssen dem gleichen Access Manager zugewiesen sein.
  • Die Schleusen-Funktion muss deaktiviert sein. Schleuse (einschließlich der Funktionen für Sperrung und Überschreiben) und Anti-Passback schließen sich gegenseitig aus: Die beiden Funktionen können nicht gleichzeitig für einen Bereich aktiviert werden.
Anti-Passback funktioniert am besten, wenn das Zutrittskontrollsystem konfiguriert und das System betriebsbereit und relativ statisch ist. Es wird empfohlen, Anti-Passback erst dann zu aktivieren, wenn die folgenden Objekte korrekt in Security Center konfiguriert wurden und keine täglichen Änderungen zu erwarten sind:
  • Zeitzonen der Einheit
  • Türen und zugeordnete Lesegeräte
  • Bereiche (Gruppen von Türen)
  • Fahrstühle und damit verbundene Etagen (einschließlich der Entriegelungszeitpläne)
  • Karteninhabergruppen
  • Zeitpläne (einschließlich Karten- und PIN-Zeitplänen)
  • Zutrittsregeln
Der folgende Abschnitt enthält Richtlinien für die Konfiguration, Aktivierung und Verwaltung von Anti-Passback mit HID VertX-Controllern (Einheiten):
  • Für Anti-Passback muss entweder der V1000 oder V2000 verwendet werden.
    • V2000: Anti-Passback ist nur für einen Bereich mit einer einzigen Tür möglich, die sowohl mit Eingangs- als auch mit Ausgangslesern ausgestattet ist.
    • V1000: Anti-Passback ist für mehrere Bereiche möglich, wobei jeder Bereich verschiedene Türen mit Eingangs- und Ausgangslesern unterstützt. Die Begrenzung bei der Anzahl der Türen ist durch die Anzahl der V100-Module bestimmt.
  • Anti-Passback wird aus folgenden Gründen nicht für die Edge Produktlinie empfohlen:
    • Es kann nur ein Lesegerät für Eingang oder Ausgang bestimmt werden. Anti-Passback benötigt in der Regel jedoch sowohl Eingangs- als auch Ausgangslesegeräte.
    • Peer-zu-Peer-Kommunikation zwischen Edge-Geräten wird von Security Center nicht unterstützt.
  • Ein Bereich, auf den Anti-Passback angewendet werden soll, muss für Lesegeräte konfiguriert werden, die mit der gleichen Einheit (V1000 oder V2000) verdrahtet sind, sowie für Türen, die durch die gleiche Einheit verwaltet werden, da:
    • Anti-Passback-Funktionen durch die Einheit (V1000 oder V2000) verarbeitet werden;
    • Security Center unterstützt keine Peer-zu-Peer-Kommunikation zwischen VertX V1000- bzw. V2000-Geräten.
  • Anti-Passback kann durch eines der folgenden Verfahren zurückgesetzt werden:
    • Eine Synchronisation der Einheit
    • Eine Aktion (manuell oder über eine Ereignis-zu-Aktion)
  • Durch folgendes Systemverhalten wird der Anti-Passback-Zustand einer Einheit zurückgesetzt:
    • Erste Synchronisation der Einheit, nachdem die Security Center Services gestartet oder neu gestartet werden.
    • Synchronisation der Einheit nach Verlust und Wiederherstellung einer Verbindung mit der Einheit (V1000 oder V2000).
    • Synchronisation der Einheit nach bestimmten Konfigurationsänderungen (weitere Einzelheiten, siehe unten).
    • Manuelle Synchronisation der Einheit über die Config Tool-Seite.

Anti-Passback-Optionen.

Folgende Anti-Passback-Optionen werden unterstützt:
  • Permissives Anti-Passback (es wird ein Passback-Ereignis ausgelöst und der Zutritt gewährt) wird nur unterstützt, wenn die Einheit online ist. Permissives Anti-Passback wird nicht unterstützt, wenn die Einheit offline ist, da dann keine Ereignisberichterstellung möglich ist. Wenn sich die Einheit wieder mit Security Center verbindet, werden die Ereignisse nicht erneut generiert.
  • Hartes Anti-Passback (es wird ein Passback-Ereignis ausgelöst und der Zutritt wird verweigert) wird im Online- und Offline-Betriebsmodus der Einheit unterstützt.
  • Striktes Anti-Passback (ein Passback-Ereignis wird generiert, wenn ein Karteninhaber versucht, einen Bereich zu verlassen, zu dem er noch niemals Zutritt hatte). Bei HID Einheiten sind hartes und striktes Anti-Passback identisch. Es gibt keine Unterschiede zwischen den beiden.
  • Anti-Passback mit begrenzter Dauer wird im Online- und Offlinemodus der Einheit unterstützt.
  • Anti-Passback mit begrenzter Dauer wird für hartes Anti-Passback nicht unterstützt.
BEMERKUNG: Anti-Passback mit begrenzter Dauer wird nicht unterstützt.

Schleusen-Funktion

Die Schleusen-Funktion wird im Online- und Offlinemodus der Einheit unterstützt.

Für die Funktionsfähigkeit der Schleusen-Funktion ist Folgendes erforderlich:
  • Die Anti-Passback-Funktion muss deaktiviert sein. Schleuse (einschließlich der Funktionen für Sperrung und Überschreiben) und Anti-Passback schließen sich gegenseitig aus: Die beiden Funktionen können nicht gleichzeitig für einen Bereich aktiviert werden.
  • Für diese Funktion dürfen keine Eingänge eines HID VertX V1000 verwendet werden.
  • Alle Perimetertüren eines Schleusenbereichs müssen dem gleichen HID Controller zugeordnet sein (ein VertX V1000 oder ein V2000).
BEMERKUNG: Falls die Perimetertür einer Schleuse geöffnet ist, wenn ein berechtigter Karteninhaber eine zweite Perimetertür der gleichen Schleuse betreten will, kann für die zweite Tür ein Zutritt erlaubt Ereignis erzeugt werden, obwohl sie nicht entsperrt wird.

Schleusen-Optionen

Die folgenden Schleusen-Funktionen werden im Online- und Offlinemodus der Einheit unterstützt:
  • Sperrung
  • Überschreiben

Erste-Person-ein-Regel

Die Regel für den Zutritt der ersten Person wird von HID Einheiten nicht unterstützt.

Vier-Augen-Prinzip

Das Vier-Augen-Prinzip wird von HID-Einheiten nicht unterstützt.

Regel zur Besucherbegleitung

Die Regel zur Besucherbegleitung wird von HID-Einheiten nicht unterstützt.

Ereignis-zu-Aktion

Ein Ereignis-zu-Aktion wird ohne Einschränkungen im Online- und Offline-Betriebsmodus der Einheit unterstützt.
Ereignis-zu-Aktion mit der Aktion Output auslösen
Der Aktionstyp Output auslösen kann bei Ereignis-zu-Aktion verwendet werden, wenn die Einheit online ist und wird teilweise auch im Offlinemodus der Einheit unterstützt.
Damit der Aktionstyp Output auslösen funktioniert, müssen alle Einheiten, die für diese Funktion verwendet werden, dem gleichen Access Manager zugewiesen sein.
Ereignis-zu-Aktion mit der Aktion Akustisches Signal AUS oder Akustisches Signal AN
Die Aktionstypen Akustisches Signal AUS und Akustisches Signal AN können sowohl im Online- als auch im Offlinemodus der Einheit bei Ereignis-zu-Aktion verwendet werden.
Damit diese Aktionen funktionieren, müsse alle Eingänge und Ausgänge dem gleichen HID Controller (ein VertX V1000, ein V2000 oder ein Edge) angehören.
BEMERKUNG: Bei Türen ohne Lesegerät ist die Funktion Aktion nicht verfügbar.
Zutritt erlaubt Ereignisse werden nicht unterstützt, wenn die Einheit offline ist
Ereignis-zu-Aktion basierend auf dem Ereignis Zutritt erlaubt funktioniert nicht, wenn die Einheit vom Access Manager getrennt ist.

E/A-Verknüpfung

Die E/A-Verknüpfung wird im Online- und Offlinemodus der Einheit unterstützt, jedoch mit folgenden Einschränkungen.

  • Für diese Funktion dürfen keine Eingänge eines HID VertX V1000 verwendet werden.
  • Alle Ein- und Ausgänge müssen vom gleichen HID Controller gesteuert werden.
  • Im Offlinebetrieb der Einheit wird nur die Aktion Output auslösen unterstützt.