Archivspeicher - Security Center 5.7 SR3

Security Center Installations- und Upgrade-Handbuch 5.7 SR3

Applies to
Security Center 5.7 SR3
Last updated
2018-08-08
Content type
Handbücher
Handbücher > Installationsanleitungen
Language
Deutsch
Product
Security Center
Version
5.7

Bei Security Center werden Ihre Videoaufzeichnungen nicht in einer Datenbank gespeichert. Die Aufzeichnungen werden auf einem Datenträger in kleinen Dateien mit der Namenserweiterung G64 abgelegt, die als Videodateien bezeichnet werden. Jede Videodatei enthält eine oder mehrere kurze Videosequenzen. Ähnlich wie bei der Archivdatenbank, erfolgt die Speicherung der Archivdateien für jeden Server spezifisch.

Der Ort der Videodateien und die Beschreibung der darin enthaltenen Videosequenzen (Kameraquelle, Beginn und Ende der Sequenz) werden im Datenbankkatalog gespeichert, für dessen Verwaltung der Archiver oder Auxiliary Archiver zuständig ist. Sie können für jede Archiver-Rolle die Obergrenze für die Größe der Videodateien festlegen.

Für die Speicherung von Videos können lokale Datenträger und Netzlaufwerke verwendet werden. Im Register Ressourcen des Archivers sind standardmäßig alle lokalen Datenträger des Host-Servers aufgeführt und wie im folgenden Bild gezeigt unter Standard-Datenträgergruppe zusammengefasst.

Es ist nicht möglich, auf einem Datenträger im Voraus ein bestimmtes Speichervolumen für Archivierungszwecke zu reservieren. Stattdessen können Archiver den insgesamt verfügbaren Speicherplatz bis zu einer bestimmten Grenze nutzen. Diese Grenze wird durch das Minimum an freiem Speicher bestimmt, der auf jedem Datenträger verbleiben muss.
WICHTIG: Sie müssen sicherstellen, dass der Servicebenutzer, der die Archiver- oder Auxiliary Archiver Rolle ausführt, Schreibrecht für alle Archiv-Stammverzeichnisse hat, die der Rolle zugeordnet sind.

Anforderungen bezüglich Archivspeicher

Weil die Archiver-Rolle und die Auxiliary-Archiver-Rolle eine unterschiedliche Zahl von Kameras kontrollieren können, müssen Sie den Speicherbedarf dieser Rollen separat einschätzen.
Folgende Faktoren wirken sich auf den Speicherbedarf aus:
  • Anzahl der Kameras, deren Videos archiviert werden müssen.
  • Anzahl der Tage, die das Archiv online bleiben soll.
  • Prozentsatz der Aufzeichnungszeit. Der Prozentsatz der Aufzeichnungszeit ist abhängig vom gewählten Archivierungsmodus. Sie können Ihre Aufzeichnungen für bestimmte Zeiten am Tag konfigurieren. Die Aufzeichnung kann kontinuierlich, ausgelöst durch Bewegungserkennung und Anforderung des Benutzers, nur auf Anforderung des Benutzers oder gar nicht erfolgen. Bei der kontinuierlichen Aufzeichnung wird der Platz auf dem Speichermedium schneller als bei jedem anderen Archivierungsmodus verbraucht.
  • Framerate. Je höher die Framerate, desto mehr Speicherplatz belegt die Aufzeichnung.
  • Bildauflösung. Je höher die Bildauflösung, desto mehr Speicherplatz belegt die Aufzeichnung. Die Bildauflösung wird von dem verwendeten Videodatenformat bestimmt.
  • Erwarteter Prozentsatz von Bewegungen. Anstatt für jeden einzelnen Frame das ganze Bild zu speichern, reduzieren die meisten Videoencoding-Verfahren die Datenmenge, indem sie nur Veränderungen im Bild zwischen aufeinanderfolgenden Frames speichern. Daraus folgt, dass die Aufzeichnung einer Szene mit viel Bewegung im Bild mehr Speicherplatz erfordert als eine Szene mit wenig Bewegung.
  • Aufzeichnung von Audio- und Metadaten. Audio- und Metadaten können, wenn aufgezeichnet werden, ebenfalls den Speicherplatzbedarf erhöhen.
TIPP: Die regelmäßige Überprüfung der Statistik des Speichermediums ist die beste Methode, den künftigen Speicherplatzbedarf einzuschätzen. Sie erlaubt außerdem im Bedarfsfall schnelle Einstellungskorrekturen.