Informationen über Bewegungserkennung - Security Center 5.10

Security Center – Administratorhandbuch 5.10

Applies to
Security Center 5.10
Last updated
2021-03-19
Content type
Handbücher
Handbücher > Administrator-Handbücher
Language
Deutsch (Deutschland)
Product line
Security Center unified platform > Security Center
Version
5.10

Bewegungserkennung ist die Funktionalität zur Beobachtung von Veränderungen in Videobildreihen. Die Definition dessen, was als Bewegung in einem Video zu bewerten ist, kann auf komplexen Kriterien beruhen.

Anleitungen zur Vorbereitung der Konfiguration und Informationen zu weiteren Konfigurationsschritten, die möglicherweise für die Nutzung der Bewegungserkennung in Security Center für spezifische Videoeinheiten notwendig sind, finden Sie im Security CenterVideogerät Konfigurationsleitfaden.

Es werden zwei Arten von Bewegungserkennung unterschieden:
Software-Bewegungserkennung
Die Bewegungserkennung erfolgt durch den Archiver anhand des für die Aufzeichnung festgelegten Videostreams. Bewegungsereignisse werden von Security Center generiert.
Hardware-Bewegungserkennung
Die Bewegungserkennung erfolgt durch die Videoeinheit. Bewegungsereignisse werden von der Einheit selbst generiert und an Security Center gesendet.
Die unterstützte Funktionalität ist von der verwendeten Art der Bewegungserkennung abhängig, wie in der folgenden Tabelle dargestellt:
Funktion Software Hardware
Konfiguration der Einstellungen für die Bewegungserkennung Config Tool Eigenes Konfigurationswerkzeug der Einheit1
Task Bewegungssuche in Security Desk2 Ja Eingeschränkter Support3
Zeigt Bewegungsindikatoren (grüne Balken) in der Zeitleiste an. Ja Siehe Liste unterstützter Geräte4
Mehrere Bewegungserkennungszonen Ja Kameraspezifisch5
Erfordert zusätzliche Serverressourcen Ja Nein
Automatische Empfindlichkeitseinstellung6 Ja Nein
WICHTIG:
  1. Um die Konfiguration von Hardware-Bewegungserkennung zu vereinfachen, werden Bewegungsblöcke, die von Software-Bewegungserkennung abgeleitet sind, in Config Tool angezeigt.
  2. Der Task Bewegungssuche unterstützt keine Kameras, die H.265 (HEVC)-Streams verwenden.
  3. Nur Axis-Kameras mit Legacy-Bewegungserkennung werden unterstützt.
  4. Bei Kameras mit Hardware-Bewegungserkennung zeigen die grünen Balken nur das Vorhandensein von Bewegung in der Zeitleiste an (0% oder 100%). Bei Axis-Kameras mit veralteter Bewegungserkennung zeigen die grünen Balken auch die Menge von Bewegung als Prozentsatz an.
  5. Nicht alle Einheiten unterstützen mehrere Bewegungserkennungszonen. Wenn Sie die Bewegungserkennung von Archiver auf Einheit umstellen, gehen die von der Einheit nicht unterstützten Zonenkonfigurationen verloren.
  6. Die Einheit und der Archiver interpretieren Empfindlichkeit möglicherweise unterschiedlich, daher reflektiert das Testen Ihrer Bewegungszonen in Config Tool das Verhalten der Einheit möglicherweise nicht akkurat.

Um Bewegungserkennung zu konfigurieren, müssen Sie Bereiche des Videobilds, Bewegungsempfindlichkeit und einen Zeitplan für die Anwendung dieser Bewegungserkennungseinstellungen festlegen. Jede Kamera besitzt eine Standardkonfiguration für die Bewegungserkennung auf Basis des Zeitplans Immer. Die Standardkonfiguration für die Bewegungserkennung kann geändert, aber nicht gelöscht werden.

Wurde ein H.264-Stream als Aufnahmestream ausgewählt, steht die Schaltfläche Erweiterte Einstellungen zur Verfügung. Nach Anklicken dieser Schaltfläche öffnet sich das Dialogfeld Erweiterte H.264-Bewegungserkennungseinstellungen, in dem Sie die Einstellungen für die Bewegungserkennung verfeinern können.

Bewegungsblock

Ein Bewegungsblock liegt vor, wenn innerhalb der Blöcke, die Sie in dem Videobild konfigurieren, Bewegung erkannt wird. In einem Videobild gilt eine Bewegung als erkannt, wenn der von dem Block umgrenzte Bereich in zwei aufeinanderfolgenden Videoframes Bewegungen aufweist. Die Anzahl der Bewegungsblöcke steht für das Maß an Bewegung. Ein Bewegungsblock wird als grünes, halbtransparentes Rechteck dargestellt, das über dem definierten Bereich des Videobildes liegt.

Positive Bewegungserkennung

Die Anzeige von Bewegungsblöcken im Video bedeutet nicht automatisch, dass das System auch ein Bewegungsereignis generiert. Es kann sich um Rauschen handeln. Um festzustellen, wann die Bewegung begonnen (Ereignis Bewegung ein) und geendet (Ereignis Bewegung aus) hat, stellen Sie die Parameter Empfindlichkeit und Aufeinanderfolgende Bildtreffer, Schwellenwert – Bewegung ein und Schwellenwert – Bewegung aus ein, um optimale Ergebnisse in einem bestimmten Umfeld zu erzielen.

Beste Praxis bei der Konfiguration der Bewegungserkennung

Der Hauptzweck der Bewegungserkennung ist, die Verringerung der Speicheranforderungen, Suchzeiten und Abrufzeiten, indem die Menge an Videoaufzeichnungen, die gespeichert werden müssen, reduziert wird. Die Konfiguration der Bewegungserkennung erfordert jedoch große Sorgfalt und muss für jede Kamera individuell erfolgen. Folgende Aspekte sollten Sie bei der Konfiguration der Bewegungserkennung berücksichtigen:
  • Vorzugsweise sollte eine höhere Empfindlichkeit gewählt werden, auch wenn diese eventuell falsch-positive Bewegungsmeldungen nach sich zieht. Durch eine zu geringe Empfindlichkeit könnten Ihnen erwartete Videoaufzeichnungen entgehen.
  • Da alle Bewegungseinstellungen in der Directory-Datenbank gespeichert werden, sollten Sie Ihre Datenbank sichern, wenn Änderungen durchgeführt wurden.
  • Die Erkennung von Bewegungen gehört zu den grundlegenden Funktionen der Videoanalyse. Sie sollte wegen der Möglichkeit falsch-positiver Bewegungsereignisse nicht zur Auslösung von Alarmen in kritischen Situationen eingesetzt werden, beispielsweise als Ersatz für ein spezielles Einbruchmeldesystem.
  • Wenn Sie für den Parameter Aufgezeichnete Zeit vor einem Ereignis einen hohen Wert festlegen, werden die vom Archiver benötigten Speicherressourcen (RAM) erhöht. Damit reduziert sich die Anzahl der pro Archiver zulässigen Kameras. Kameras mit einer höheren Auflösung haben den gleichen Effekt auf die Speicherressourcen.
Bei der Konfiguration der Software-Bewegungserkennung gilt:
  • Es können immer MJEPG-Streams verwendet werden.
  • Es können MPEG4-Streams verwendet werden.
  • Sie können auch H.264-Streams verwenden. Wegen des Profil-Konzepts müssen manche Kameras jedoch im zusätzlichen Dialogfeld Erweiterte H.264-Bewegungserkennungseinstellungen konfiguriert werden.